Perfion Blog

7 klassische Do’s and Don’ts bei der PIM-Implementierung

7 klassische Do’s and Don’ts bei der PIM-Implementierung

Auf viele Produktions- und Großhandelsunternehmen trifft zu: Die Menge der Informationen über Produkte, Preise, Produktspezifikationen und alles mögliche andere wächst – und kompetente Mitarbeiter versuchen, mithilfe diverser Kalkulationstabellen sämtliche Details im Griff zu behalten. Dabei handelt es sich um manuelle Vorgänge mit hohem Fehlerrisiko. Häufig ist die Dokumentation technisch gesehen in Ordnung, doch es fehlt der Überblick.

Das erklärt unter anderem, weshalb der globale Markt für Produktinformationsmanagement-Plattformen (auch PIM-Systeme genannt) schon heute enorm ist und von jetzt bis 2024 voraussichtlich mit einer jährlichen Wachstumsrate von 10,2 % wachsen wird.

Ein PIM-System kann genau das richtige Mittel sein, um Überblick zu schaffen und dem Unternehmen zu helfen, jede Menge von komplexen Produktinformationen zu verarbeiten und über die relevanten Kanäle effizient zu distribuieren.

Die Entscheidung, Ihre Produktinformationen mit Hilfe eines PIM-Systems zu verwalten, ist der erste Schritt. Als nächstes folgt die Implementierungsphase.

Die gute PIM-Implementierung

Die gute PIM-Implementierung

Leitfaden downloaden

Die Implementierung des PIM-Systems ist ein Geschäftsprojekt

Damit das PIM-System zu einem zentralen Teil der Unternehmensinfrastruktur wird und zur Bilanz beitragen kann, muss eine erfolgreiche Implementierungsphase vorausgehen. Während der Implementierung wird das Fundament geschaffen und hier wird auch eines der tragenden Prinzipien klargestellt: Die Implementierung eines PIM-Systems ist kein IT-Projekt, sondern ein Geschäftsprojekt, das in der Unternehmensführung verankert sein muss. Darüber hinaus sind Beiträge von allen Mitarbeitern erforderlich, die eine gründliche Kentniss der Unternehmensprozesse besitzen.

Hier ist es sinnvoll, mit dem Marketing zu beginnen. In der Regel sind die Mitarbeiter dieser Abteilung es gewohnt, Produktinformationen in verschiedenen Systemen schnell validieren und redigieren zu müssen. Weitere wichtige Akteure können Produktmanager, Lagerleiter, Controller und gegebenenfalls auch Mitarbeiter an der Basis sein – beispielsweise Mitarbeiter aus der Buchhaltung, die sich tagtäglich mit den Prozessen beschäftigen und effizient in den Systemen navigieren können. Darüber hinaus muss der IT-Manager unbedingt mit von der Partie sein, denn er ist ein sehr wichtiger Spieler.

Kulturänderung vorbereiten

Eine Aufgabe besteht auch darin, die richtige Kultur in Verbindung mit dem PIM-Projekt zu schaffen. Wie immer, wenn Gewohntes durch Neues ersetzt wird, gilt die Regel: Es ist neu und damit potenziell „gefährlich“. Bereiten Sie sich darauf vor, erklären zu müssen, welche Vorteile PIM bietet und legen Sie offen dar, dass es zur Änderung von Arbeitsabläufen kommen kann. Weisen Sie jedoch darauf hin, dass Mitarbeiter in allen Unternehmensbereichen von diesen Änderungen profitieren werden.

» Die Empfehlungen eines Perfion PIM-Anwenders an andere, die vor einem PIM-Projekt stehen

Die 7 klassischen Do’s and Don’ts

Grundsätzlich gibt es diverse Do’s and Don’ts, deren Betrachtung sich bei der Implementierung eines PIM-Systems so gut wie immer lohnt.

  1. Machen Sie eine Bestandsaufnahme der Daten und verschaffen Sie sich den vollen Überblick darüber, welche technischen Integrationen notwendig sind (beispielsweise zwischen ERP und PIM).

  2. Sorgen Sie für eine gute Kultur zwischen Geschäftstätigkeit und IT – alle gehören zum selben Team und alle müssen am selben Strang ziehen.

  3. Die Unternehmensführung muss die Verantwortung für das Projekt übernehmen – eine starke Verankerung im obersten Management ist ein Muss.

  4. Die wichtigste Erkenntnis muss beachtet werden: Gut Ding braucht Weile. Das gilt in hohem Maße auch für eine PIM-Integration. Vermeiden Sie Frustrationen, indem Sie einen realistischen Zeitplan erstellen.

  5. Wertvolle Dinge kosten Geld. Auch ein gutes PIM-System. Denken Sie an das Potenzial und betrachten Sie das Projekt als Investition und nicht als Kostenaufwand.

  6. Gestalten Sie das Projekt so einfach wie möglich. Es gibt keinen Grund, eine Rakete zu bauen, wenn ein solides Auto, das wenig Kraftstoff verbraucht und keine teuren Reparaturen erfordert, zur Lösung der Aufgabe ausreicht.

  7. Streben Sie eine stufenweise Implementierung an – beginnen Sie im Kleinen und bereichern Sie das System mit der Zeit. Arbeiten Sie nicht hinter den Kulissen an einer perfekten, großartigen Lösung, deren Einführungstermin immer wieder verschoben werden muss. Konzentrieren Sie sich in der Vorbereitungsphase auf die Bestandsaufnahme der Daten und wählen Sie die einfachste Lösung, die für das Unternehmen Wert schafft. So können Sie Wertschöpfung und Lernen kombinieren.

Eine PIM-Implementierung kann den Eindruck einer großen Umwälzung erwecken, doch erfordert sie im Grunde nur eine strukturierte Vorarbeit und einen Anbieter, der den Input für alle notwendigen oder gewünschten Prozessphasen liefern kann.

Leitfaden ’Die gute PIM-Implementierung’ downloaden

Die gute PIM-ImplementierungIn diesem Leitfaden werden wir uns unter anderem mit Themen beschäftigen wie: Zusammenstellung des richtigen Teams, konstruktiver Dialog mit dem Anbieter und typische kulturelle Herausforderungen.

Leitfaden downloaden